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Tinnitus

Piepen im Ohr? Brummen oder Zischen im Ohr? Stress?


Wer unter einem Tinnituis leidet, beschreibt ein unagenehmes Geräuch, was er in seinem Ohr wahrnimmt. Dabei begründet sich dieses Schallgeräusch nicht auf ein Geräusch aus der Umwelt, sondern es handelt sich um ein Geräusch, dass das Gehirn erzeugt. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren konnte gezeigt werden, dass bei Patienten mit Tinnitus die neuronale Aktivität in verschiedenen Gehirnarealen verändert ist. Die dabei entstehenden akustischen Eindrücke werden als Brummton oder Pfeifton, Zischen, Rauschen, Knacken oder Klopfen beschrieben. Das Geräusch kann in seiner Intensität gleichbleibend sein, es kann jedoch auch einen rhythmisch-pulsierenden Charakter haben. Die Betroffenen leiden sehr darunter.
Häufig handelt es sich bei diesem Phänomen aber nicht um eine isolierte Störung, sondern der Tinnitus tritt im Rahmen von anderen Störungen zusätzlich auf. Zunächst müssen in jedem Fall körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Ist dies geschehen ist eine psychische Anamnese erforderlich. Nicht selten ist der Tinnitus eingebettet in Störungen wie Burnout, Angststörungen oder depressiven Episoden.
Viele Patienten nehmen gerade in stressbeladenen Lebensphasen und Situationen, in denen es ihnen psychisch schlecht geht, verstärkt Ohrgeräusche wahr. Gehirnareale, die in die Stress- und emotionale Verarbeitung involviert sind, regulieren wiederum die Aktivität in der auditorischen Bahn und beeinflussen auf diese Weise die Tinnituswahrnehmung.
Viele leiden unter den Folgeproblemen wie: Schlafstörungen, Angst, Depressionen, Stress, Arbeitsunfähigkeit